Mährisch Rothwasser
- Bez.Hohenstadt
(Cervena Voda) [Chronik von
Mährisch Rothwasser]
[Das Friesetal]
Eisenbahnstation der Strecke Schildberg-Grulich. Das
langgestreckte Reihendorf wurde im 14. Jh. angelegt. Im landwirtschaftlich
geprägten Dorf entwickelte sich im 18. und 19. Jh. eine bedeutende
Leinen- und Baumwollwarenerzeugung. Anfang des 20. Jh. wurde in mechanischen
Baumwollwebereien gearbeitet. Im Jahre 1846 erhielt Mährisch Rothwasser
das Marktrecht. Mährisch Rothwasser, das von 1938 bis 1945 zum Bezirk
Hohenstadt gehörte, wurde 1960 dem Bezirk Adlerkosteletz zugeschlagen.
Kirche H1. Matthäus Apostel bestand schon vor 1574.
Während der Reformationszeit wurde sie bis 1624 lutherisch. Dann
war bis 1640 die Pfarrei Schildberg zuständig. 1670 erfolgte die
Neuerrichtung der eigenen Pfarrei. 1686 Neubau der Kirche, die ein
Altarbild des mährischen Malers Handke besitzt.
Wirtschaft: Baumwollweberei, Zwirnerzeugung,
Bürstenholzerzeugung. Fremdenverkehr. Sommerfrische.
Bekannter Bürger: Karl Adolf Mayer (1889-1957), Gymnasialprofessor,
Erzähler, Lyriker. Träger des Rosegger Preises. Ehrenbürger von Graz.
1930 hatte Mährisch Rothwasser 2526 Einwohner
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